In der einführenden Veranstaltung des Seminars wurde der grundlegende Ablauf und die Ziele des Moduls vorgestellt. Im Laufe eines Semesters werden die Teilnehmenden die Verwendung neuer Technologien in der Raumforschung diskutieren und die Bestandteile einer Applikation kennenlernen. Dabei konnten die Studierenden in der ersten Sitzung ihre Gedanken zu dem Thema teilen. Diese ersten, assoziativen Ideen zeigten bereits die Bandbreite an Ansprüchen an eine für ihre Forschungen und Projekte verwendbare Applikation. Die Studierenden zeigten auf, dass nicht nur verschiedene Inhalte kartiert würden, sondern auch, dass grundlegende Bedenken hinsichtlich Nutzbarkeit und Datenschutz vorhanden seien.

Die Teilnehmenden des Seminars studieren Landschaftsplanung, Landschaftsarchitektur, Stadt- und Regionalplanung und Architektur. Dadurch zeigt sich auch das breite Spektrum an Projekten, die mithilfe einer App durchgeführt werden könnten.

Dieses Spektrum macht auch die unterschiedlichen Ansprüche an eine zu entwickelnde App deutlich. Diese kristallisierten sich in der anschließenden Diskussion heraus und weisen eine Bandbreite von standardisierten Erhebungsbögen bei Landschaftskartierungen bis zur Beurteilung von Raumeigenschaften im Rahmen von städtebaulichen oder landschaftsarchitektonischen Entwürfen auf.

Die Handhabbarkeit der App ist dafür für die Studierenden zentral. Sie machten dabei insbesondere auf eine intuitive Bedienung und passende Bedienelemente aufmerksam.

Neben den formulierten Ansprüchen stellt sich allen Studierenden die grundlegende Frage des Datenschutzes. Welche Daten werden wie erhoben? Welche Informationen werden im Verborgenen hinterlegt? Wo werden Daten gespeichert und wie werden sie weiter verarbeitet?

Dem gegenüber wird bei der Nutzung von neuen Technologien in der Raumforschung das Potenzial einer Demokratisierung der Datenerhebung gesehen. Durch das Einbeziehen der Öffentlichkeit an der Erhebung von räumlichen Daten und so der Beteiligung an raumplanerischen Prozessen, könnte ein breiteres Meinungsbild generiert werden, als es heute in vielen Planungen der Fall ist.

 

Bilder: Daniel Münderlein, UTransForM

Kategorien: Phase 1: Seminar

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